Stromrebellen – Viechtach Energie Autark

Energiewende selber in die Hand nehmen: „Zukunft Viechtach“ zeigt Film über die Stromrebellen Schönau im Schwarzwald und präsentiert Projekt „Viechtach spart Strom und Geld“

Am Samstag, dem 8. Februar um 19 Uhr wird im Gemeinderaum der evangelischen Kirche der Film über die „Stromrebellen“ der Gemeinde Schönau im Schwarzwald vorgeführt. Zu der Veranstaltung lädt die Gruppierung „Zukunft Viechtach“ um Bürgermeisterkandidat Christian Zeitlhöfler ein, die mit einer Liste zur Kommunalwahl 2014 antritt. Der Film über die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) zeigt, wie nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 Schönauer Bürger sich für atomstromlose Energieversorgung einsetzten und es trotz immenser Widerstände schafften, das örtliche Stromnetz von einem Atomkraftwerksbetreiber freizukaufen. 1994 wurden unter der Beteiligung von 650 Bürgern die „Elektrizitätswerke Schönau GmbH“ (EWS) gegründet, ein Jahr darauf erhielten sie die Konzession für die örtliche Stromversorgung. Zwei Jahre später konnte dank dem dafür gegründeten „Schönauer Energiefonds“ und der spektakulären deutschlandweiten Spendenkampagne „Ich bin ein Störfall“ der überteuerte Netzkaufpreis aufgebracht werden. Seither betreibt das Unternehmen nicht nur das örtliche Stromnetz, sondern vertreibt in ganz Deutschland atomstromlosen Ökostrom aus erneuerbaren Energien. Im Jahr 2013 wurde die EWS-Mitbegründern und „Stromrebellin“ Ursula Sladek mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet.

1-Ich bin ein Störfall

„Ich bin ein Störfall!“ Mit dieser spektakulären Werbekampagne begleiteten die Stromrebellen aus Schönau im Schwarzwald ihren Rückkauf des Stromnetzes und die Abkehr vom Atomstrom. Und dies bereits zu DM Zeiten. Der Dokumentarfilm wird am 8. Februar um 19 Uhr im Gemeinderaum der evangelischen Kirche gezeigt. Anschließend präsentiert die Gruppierung „Zukunft Viechtach“ ihr Projekt „Viechtach spart Strom und Geld“. Foto: EWS Schönau

 

Das von der Viechtacher Bioladen-Betreiberin Christine Hagengruber geleitete Team Energie innerhalb der Gruppierung „Zukunft Viechtach“ (www.zukunft-viechtach.de) hat diesen Info-Abend organisiert. „Wir wollen Denkanstöße geben, wie man die Energiewende im kommunalen Bereich schaffen kann. Energieautarkie mit eigenem Stromnetz braucht keine Vision zu bleiben “, betont sie. Wichtig sei Bürgerbeteiligung von Anfang an, z.B. mit Genossenschaften. Auch den Mit-Organisatoren Ewald Wanninger und Harald Dobler liegt das Thema kommunale ökologische Stromversorgung am Herzen: „Der Stadt Viechtach gehörte früher einmal das Stromnetz. Es wäre machbar, es wieder zurückzukaufen.“
Nach der Filmvorführung (ca. 1 Stunde) stellen die Verantwortlichen von „Zukunft Viechtach“ den landkreisweiten Energienutzungsplan vor. Außerdem präsentieren sie ihre geplante Aktion „Viechtach spart Strom und Geld“ mit Tipps zur Energieeinsparung im Alltag. Die Gesamtbevölkerung ist zu dem Abend bei freiem Eintritt herzlich eingeladen.

EVA BAUERNFEIND

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