Radweg – Gemetzel an Bäumen und Sträuchern

Unter dem Deckmantel einer wie auch immer definierten Verkehrssicherungspflicht greift der Bauhof immer wieder äußerst brachial in Sträucher und Bäume an stadteigenen Böschungen ein. So geschehen im vergangenen Herbst in Siedlungen wie Blossersberg und im Januar wieder entlang des Radwegs auf der ehemaligen Bahnstrecke vom Bahnhof Richtung Rugenmühle und weiter Richtung Blaibach.

Mit schwerem Gerät und vollkommen unsensibel wird alles niedergemacht und zwar gründlich bis zum letzten Halm. Es geht hier nicht um Dornengestrüpp, das den Radfahrern und Fußgängern ein Hindernis gewesen wäre, sondern um Bäume und Sträucher, die meterweit vom Radweg entfernt waren. Als ob wir nicht längst wüssten, dass wir ein dramatisches Insekten- und Vogelsterben erleben und dass diese Tiere auf intakte Rückzugsorte wie Hecken und Sträucher angewiesen sind. Und zwar ganzjährig. Was mancher Landwirt draußen in Feld und Flur anrichtet, setzt der Bauhof hier leider konsequent fort und vernichtet Lebensräume für Meisen, Zaunkönige, Eidechsen und andere.

Wer gibt so etwas in Auftrag und wann findet hier endlich ein Umdenken statt?

 

Harald Dobler

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