PV-Anlage Werkstod genau betrachten

Dass die CSU Fraktion im Stadtrat den Antrag eingebracht hat, auf dem Dach des neuen Jugendzentrums eine Photovoltaikanlage zur Stromgewinnung errichten zu lassen, ist grundsätzlich eine richtige Idee. Aus diesem Grund hat Zukunft Viechtach dem Antrag zuerst einmal zugestimmt. Es handelt sich ja noch nicht um eine Auftragsvergabe, sondern um das Einholen von Angeboten.

 

 

Ziel ist eine Anlage in der Größenordnung von 10 KWp mit Energiespeicher aufgrund der Annahme, dass es in der Werkstod etwa so viel Stromverbrauch geben wird, wie in einem Privathaushalt. Das muss sich erst mal zeigen und dazu sollte der Jugendtreff vielleicht ein paar Monate in Betrieb sein, aber dann ist ja leider die Kommunalwahl vorbei. Auch halten wir es für unbedingt erforderlich, dass sich ein Fachbüro mit der Sache beschäftigt, denn das Gebäude steht an einem Nordhang, hat ein Flachdach und die Ausrichtung der beiden Dachhälften ist entweder Südwest oder Nordost. In Südwestlicher Richtung stehen hohe Bäume, die das Dach phasenweise beschatten. Auf einem Flachdach an einem derart schattigen Hang hält sich der Schnee sehr lange, wenn denn mal wieder einer fallen sollte.

Das in Punkt 4 des Antrags formulierte Ziel, nämlich eine Entscheidung bis Ende Februar und die Errichtung der Anlage bis spätestens 30. 04. 2020 halten wir für problematisch und werden uns vor einer Entscheidung für oder gegen das Vorhaben die Begründung sehr genau ansehen.

Es gibt andere Gebäude in Viechtach, die in öffentlicher Hand sind und die sich für eine Stromgewinnung durch die Sonne besser eignen würden und bei gleichen Kosten einen höheren Beitrag zur Energiewende leisten könnten, und darum geht es ja hoffentlich und nicht um Wahlkampf.

Harald Dobler

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